Blattjagd.
Der erste Ruf am Abend, der Wind im Gesicht, der Bock, der zusteht: Ausrüstung für die Blattzeit im Revier.
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Eichenblatt
Für Keilerwaffen, silberfarben, Höhe ca. 6,5 cm.
Tarnnetz als Meterware
Dieses Tarnnetz ist 140 cm hoch und wird per Meter verkauft. Somit können Sie bequem Ihre Wunschlänge bestimmen. Material: 100 % PolyesterPreis per lfd. Meter
Buttolo Rehblatter
Rehblatter aus Naturkautschuk – Ton durch Zusammendrücken, kein Mundstück nötig.
✔ Naturkautschuk – elastisch, kältebeständig, langlebig
✔ Bedienung ohne Mundstück – auch beim Pirschen einsetzbar
✔ Kitzfiep, Rickenfiep und Angstschrei des Bocks
✔ Für Bockjagd und Blattjagd
Tarnstand Realtree®
✔ Flexibler Tarnstand mit Realtree Camo für vielseitige Jagdeinsätze
✔ Sekundenschneller Aufbau durch integrierte Teleskopstangen
✔ Großflächiger Sichtschutz: 1,40 m Höhe, 4 m Länge
✔ Ideal für Krähen-, Tauben- und Raubwildjagd
✔ Ultraleicht und kompakt für einfachen Transport
Eichenblatt – 4-blättrig
Eichenblatt für Keilerwaffen. Aus Metall – sehr massiv. Höhe: 7 cm
Durchschnittliche Bewertung von 1 von 5 Sternen
Wegu Sitzkissen 30 x 40 cm
Solide Jagdqualität, hochwertiges, gummiertes Gewebe, Auflage reine Baumwolle, leicht aufblasbar, klein zusammenlegbar. Farbe: olivgrünGröße: 30 x 40 cm
Farm-Land Zielstock
Der Farm-Land Zielstock besteht aus leichtem Aluminium und bietet einen außergewöhnlichen festen und ruhigen Stand – der ideale Begleiter auf der Sauenpirsch bei Nacht oder bei der Frühpirsch auf den roten Bock! Der Farm-Land Zielstock ist höhenverstellbar von 95 bis 175 cm und mit Neoprengriffen gepolstert. Für den Transport ist eine Nylontasche beigefügt. Transportgröße: 95 cmGewicht: 1 kgMaterial: AluminiumHöhenverstellbar: 95–175 cm
Trophäenschild für Rehbock aus Eichenholz – rund
✔ Massives Eichenholz – kein Pressholz, kein Furnier
✔ Abgerundete Form – zeitgemäße Alternative zur klassischen Spitzform
✔ Integriertes Kiefernfach
✔ Maße: 19 × 12 cm – erhältlich in hell (natur) und dunkel (gebeizt)
Inhalt: 10 Stück (5,00 € / 1 Stück)
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Haunter Outdoorhose Vännäs (Forest Brown)
✔ 4-Wege-Stretch für maximale Bewegungsfreiheit
✔ Wasserabweisend, atmungsaktiv und strapazierfähig
✔ Belüftungszonen mit Meshfutter für Frischluft
✔ Vier Beintaschen und verstellbarer Bund
✔ Jetzt auch in moderner Farbe Schwarz erhältlich
Alljagd Jagdmesser mit Fingermulden
✔ Rostfreie Klinge aus 440A-Stahl
✔ Robust und einfach nachzuschärfen
✔ Fingermulden-Griff aus Hirschhorn für sicheren Halt
✔ Inklusive Lederscheide für einfachen Transport
Lockschmiede Rehblatter mit Kitzfiep
Handgefertigtes Rehblatter aus heimischen Hölzern – Testsieger der Jagdzeitschrift Pirsch (12/2022) unter 50 Lockern.
✔ Testsieger Pirsch 12/2022
✔ Aus heimischen Hölzern, handgefertigt
✔ Rehblatter und Kitzfiep in einem
✔ Inkl. Kordel
Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen
Rottumtaler Rehblatter Gabel
✔ Rottumtaler Rehblatter Gabel aus hochwertigem Rehgeweih
✔ Handgefertigt für naturgetreue Laute bei der Blattjagd
✔ Hohe Modulationsfähigkeit von sanften bis aggressiven Tönen
✔ Unempfindlich gegen Feuchtigkeit und ideal für jedes Wetter
✔ Inklusive Umhängekordel und Lederetui für einfachen Transport
Hubertus Weichselholzblatter
Fiepblatter aus Weichselholz mit Stellschraube zur Tonregulierung – für die Blattjagd auf Rehwild.
✔ Weichselholz – natürlicher, warmer Klang
✔ Stellschraube für präzise Toneinstellung
✔ Kitzfiep bis Rehfiep einstellbar
✔ Hubertus Wildlocker – bewährte Qualität
Rottumtaler Rehblatter Rose
Handgefertigtes Rehblatter aus echtem Rehgeweih ohne durchgehenden Luftkanal – breites Lautspektrum von Kitzfiep bis Brunftgeschrei.
✔ Rehgeweih – naturbelassen, wetterbeständig
✔ Kein durchgehender Luftkanal – volle Lautkontrolle
✔ Handarbeit – jedes Stück ein Einzelstück
✔ Inkl. Lederetui mit Kordel
Buttolo Mundblatter
Universal-Mundblatter aus Kunsthorn für Fiepton und Angstgeschrei – witterungsbeständig, inkl. Etui.
✔ Kunsthorn – witterungsbeständig, stabiler Ton
✔ Fiepton und Angstgeschrei in einem Blatter
✔ Inkl. Etui
✔ Für Bockjagd und Blattjagd
Camouflage Cap mit Gesichtsmaske
Mit Gesichtsmaske und mit Klettverschluss am Hinterkopf verschließbar. Material: 100 % PolyesterEinheitsgröße
Selbstaufblasendes Thermo-Sitzkissen
Selbstaufblasende Luftschaummatten, hergestellt aus mehrfach beschichtetem Nylongewebe. Absolut robust und verschleißfest. Bestmögliche Isolation durch Spezial-Schaumfüllung. Jede Matte ist im 48-Stunden-Dauertest druckgeprüft. Kontinuierliche Fertigungskontrollen und geprüfte Materialien garantieren zuverlässige Qualität. Klein zusammenrollbar. Maße: 41 x 30 x 3,8 cmGewicht: ca. 170 g
Tarnhandschuh
Aus Netzstoff, mit leicht genoppter Innenhand. Netzstoff: 100 % Polyester – Manschette: 70 % Polyester, 20 % Baumwolle, 10 % Filamentgarn – Bündchen: 100 % Baumwolle
Windrichtungsanzeiger
Indikationspulver zum Ermitteln von leichtem Wind und Luftströmen, die schwer zu erfühlen sind. 12 g/15 ml.
Inhalt: 0.012 kg (687,50 € / 1 kg)
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Trophäenschild für Rehbock aus Eichenholz – spitz
✔ Massives Eichenholz – kein Pressholz, kein Furnier
✔ Klassische Spitzform für Rehwild-Trophäen
✔ Integriertes Kiefernfach
✔ Maße: 19 × 12 cm – erhältlich in hell (natur) und dunkel (gebeizt)
Inhalt: 10 Stück (5,00 € / 1 Stück)
Zweizug Wildbergehilfe
Robuste Wildbergehilfe Zweizug für müheloses Bergen Mit der Wildbergehilfe Zweizug gelingt das Bergen von Wild einfach und effizient – allein oder zu zweit. Die zwei großen Hand-Zugschlaufen sorgen für einen sicheren Halt, ohne unangenehm in die Hand einzuschneiden. Der breite reiß- und verrottungsfeste Bergegurt überzeugt durch seine hohe Belastbarkeit mit einer Bruchlast von 2300 kg. Dank der robusten Verarbeitung bleibt er auch bei intensiver Nutzung zuverlässig stabil. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der starke, rostfreie 8 mm V2A-Wildhaken, der eine Haken-Zugbelastung von 200 kg aufweist. Die auffällige Farbgebung des Gurtes gewährleistet zudem eine gute Sichtbarkeit, sodass die Bergehilfe leicht wiedergefunden werden kann. Die Anwendung ist denkbar einfach: Nach einem Stich am Wildunterkiefer wird der Haken sicher eingehakt – ganz ohne lästiges Schnüren oder Knoten. Zwei große Hand-Zugschlaufen: Kein Einschneiden in die Hände Breiter Bergegurt: Reiß- und verrottungsfest Hohe Bruchlast: 2300 kg für maximale Belastbarkeit V2A-Wildhaken: Rostfrei und mit 200 kg Haken-Zugbelastung Leuchtende Gurtfarbe: Erleichtert das Wiederfinden Einfache Handhabung: Kein Schnüren oder Knoten erforderlich
Eichenblatt – 3-blättrig
Eichenblatt für Keilerwaffen. Aus Metall – sehr massiv. Höhe: 7 cm
Härkila Light Cap Noctyx Camo
Rottumtaler Rehblatter Kitzfiep
✔ Speziell für die Kitzjagd
✔ Nachahmung von Fiep- und Klagelauten des Kitzes
✔ Weckt den Mutterinstinkt der Ricke für effektive Blattjagd
✔ Ideal für die Jagd auf überalterte oder schwache Ricke und deren Kitz
Blattjagd: Was in diesen Wochen entscheidet
Die Blattzeit ist die Brunftzeit des Rehwilds. Der Rehbock ist in diesen Wochen auf der Suche nach einer brunftigen Ricke. Böcke reagieren auf den Blatter, weil sie eine brunftige Ricke in der Nähe vermuten. Ricken kommen auf das Kitzfiepen instinktiv — der Laut löst eine Schutzreaktion aus, unabhängig davon ob sie selbst ein Kitz führen. Ein guter Rehblatter in der richtigen Situation kann den Bock direkt auf den Schuss bringen. Die Technik ist entscheidend: Zu lautes, zu frühes oder zu häufiges Blattern lässt den Bock abdrehen.
Beim Blatter unterscheidet man nach der Bedienart: handbediente Modelle wie der Buttolo sind robust und ein bewährter Einstieg, der Mundblatter erlaubt feinere Tonvariationen, der Fiepblatter ahmt das Kitzfiepen nach und zieht sowohl Ricken als auch Böcke an.
Der Rehbock orientiert sich beim Anlaufen stark über die Nase. Selbst der überzeugendste Blattlaut bringt nichts, wenn der Wind vom Jäger zum Bock steht: Das Tier wittert die Gefahr, bevor es in Sicht kommt. Die Windrichtung entscheidet deshalb nicht nur, ob ein Platz grundsätzlich geeignet ist, sondern auch, von welcher Seite ein Stand angegangen wird.
Im August steigen die Temperaturen deutlich. Beim Anpirschen zum Stand ist atmungsaktive Kleidung keine Komfortfrage — wer schwitzt, konzentriert sich schlechter. Leises Anschlagen hängt vom Material ab: weiche, dehnbare Stoffe verraten den Jäger nicht, steife oder raschelnde Lagen schon.
Was bei der Blattjagd zählt
Waldränder, Wiesenkanten und Übergänge zwischen Deckung und offener Fläche sind die besten Ansatzpunkte. Der Bock kommt aus der Deckung. Der Jäger sollte am Rand der Deckung stehen, nicht mitten drin.
Der beste Blatter nützt nichts, wenn der Wind nicht stimmt. Stand so wählen, dass der Wind vom erwarteten Anlauf zum Jäger steht, nicht umgekehrt. Unterwegs immer wieder kontrollieren.
Früher Morgen und später Abend sind die verlässlichsten Zeitfenster: Böcke sind dann aktiver und reagieren zuverlässiger auf den Blatter als in der Mittagshitze.
Den Bock vor dem Schuss sicher ansprechen: dafür ist ein Fernglas unverzichtbar. Waffe griffbereit halten, Schießstock wenn vorhanden, bevor der erste Laut kommt. Böcke reagieren oft schnell und kommen nicht immer aus der erwarteten Richtung. Hektische Bewegungen verraten den Jäger sofort.
Erscheint eine Ricke auf die ersten Kitzrufe, ruhig bleiben und nicht weiterblattern. Böcke folgen Ricken in der Brunft nach. Die Ricke zieht den Bock oft zuverlässiger heran als jeder weitere Lockruf.
Ohne feste Kanzel ist die menschliche Silhouette das größte Problem. Ein Tarnnetz, Tarnstand oder Tarnschirm bricht die Form und macht den Jäger für den aktiv suchenden Bock kaum erkennbar.
Lange Hose ist Pflicht: im Sommerrevier sind Zecken allgegenwärtig. Ein dünnes Baumwollhemd oder leichtes Funktionsshirt reicht als Oberschicht. Gedeckte Farben oder Camo-Muster sind sinnvoll, besonders am Bodenansitz ohne feste Kanzel. Gesichtsmaske und Netzhandschuhe mit Camo-Muster ergänzen die Tarnung — Hände und Gesicht fallen dem Bock früher auf als der Körper. Raschelnde oder steife Stoffe verraten den Jäger beim Anschlagen, weiche und dehnbare Materialien sind hier im Vorteil.
Warme Sommerabende am Waldrand bedeuten Insekten. Spray vor dem Ansatz aufbringen, nicht erst wenn die erste Mücke am Ohr summt. Eine weitere Option ist Bekleidung mit Insektenimprägnierung, zum Beispiel mit Tanatex behandelt. Sie schützt dauerhaft ohne Spray und ist besonders für längere Ansitze sinnvoll.
Anschuss genau einprägen. Im warmen August sofort aufbrechen und kühlen. Die Decke sitzt im Sommer locker. Den Schnittbereich deshalb kurz rupfen, bevor man öffnet. Kein Sonnenbad für das Stück vor dem Aufbrechen.
Häufige Fragen zur Blattjagd
Blattzeit & Planung
Die Hauptblattzeit liegt je nach Region zwischen Mitte Juli und Mitte August. Warme, trockene Sommer verschieben sie etwas nach hinten, kühle Sommer nach vorne. Die intensivste Phase dauert meist nur zehn bis vierzehn Tage. In dieser Zeit reagieren Böcke am zuverlässigsten auf den Blatter. Davor und danach ist es möglich, aber deutlich weniger verlässlich.
Schwül-warmes Wetter, besonders nach einem Sommergewitter oder Regenschauer, gilt als ideal. Das Rehwild ist dann deutlich aktiver und reagiert zuverlässiger. Nasskaltes, stürmisches Wetter wirkt dagegen hemmend, die Brunft verläuft dann zurückhaltender. Bei bedecktem Himmel oder leichtem Regen kann fast ganztägig erfolgreich geblattert werden. Bei klarer Hitze sind dagegen die frühen Morgen- und späten Abendstunden klar im Vorteil.
Im Wald hat sich ein Abstand von 80 bis 100 Metern zum vermuteten Einstand bewährt. Das gibt dem anlaufenden Bock genug Sicherheit, ohne dass der Jäger zu nah am Wechsel sitzt. Im offenen Feld kann etwas weiter angesetzt und dafür lauter geblattert werden. In jedem Fall wichtig: Der Bock darf auf dem Weg zum Jäger keine günstige Deckung zur Flucht haben, sobald er den Jäger bemerkt, sonst bleibt es bei einem kurzen Blickkontakt.
Zurückhaltung zahlt sich aus. Hat ein Bock einmal nicht oder misstrauisch reagiert, sollte der Stand einige Tage ruhen, bevor er erneut bejagt wird. Sonst werden Böcke zunehmend vorsichtig und stehen gar nicht mehr zu. In kleineren Revieren ist Geduld besonders wichtig: lieber auf den richtigen Tag mit guter Witterung warten, als an jedem Abend denselben Platz zu beblattern.
Beides funktioniert, mit unterschiedlicher Herangehensweise. Im Wald sind dunkle Altholzbestände mit etwas Unterwuchs ideal: Sie geben dem zustehenden Bock Sicherheit. Am Feldrand sollte der Stand ebenfalls im Schatten oder Halbschatten liegen, nicht auf offener, heller Fläche, sonst wird der Jäger zu früh gesehen. Wer von einem Hochsitz aus blattert, sollte nur mit ausreichendem Abstand zum Einstand ansetzen. Aus kurzer Distanz von erhöhter Warte wirkt es unnatürlich, denn kein Reh ruft von einem Baum herab.
Lockrufe & Technik
Ein Rehblatter ahmt allgemein die Laute des Rehwildes nach. Der Begriff ist ein Oberbegriff. Der Fiepblatter imitiert speziell das Kitzfiepen und zieht damit sowohl Ricken als auch Böcke an. Der Mundblatter wird an die Lippen angelegt oder zwischen den Lippen bedient und erlaubt sehr feinfühlige Lautstärke- und Tonkontrolle, erfordert dafür aber etwas Übung. Handbediente Blatter wie der Buttolo sind einfacher zu bedienen und gut für Einsteiger geeignet.
Der Buttolo-Rehblatter ist der klassische Einstieg: handbedient, robust und ein bewährter Allrounder fürs leichte Blattern. Für die meisten Situationen reicht er völlig aus. Wer feinere Tonvariationen erzeugen möchte, kann zu einem Mundblatter greifen. Das erfordert etwas mehr Übung, ermöglicht dafür aber eine sehr natürliche Klangvielfalt.
Der Sprengfiep ist ein lauter, erregter Fiepton, den die Ricke oder ein Schmalreh beim Abspringen oder Flüchten ausstößt. Er signalisiert dem Platzbock einen Eindringling im Revier und provoziert ihn zum Eingreifen. In der Blattjagd ist er eines der wirkungsvollsten Mittel, besonders für ältere Böcke. Sparsam einsetzen und erst dann, wenn normale Kitzfieptöne bereits eine Reaktion gezeigt haben. Als Einstieg in eine Blattsequenz ist er zu aggressiv.
Der Angstschrei ist ein langgezogener, schrill klingender Laut, den die Ricke in höchster Not ausstößt. Der Platzbock verbindet ihn mit einem Eindringling in seinem Revier und stürmt herbei, um den Konkurrenten zu vertreiben. Sparsam einsetzen, maximal zweimal hintereinander, erst dann wenn normales Blattern und Sprengfiep keine Reaktion gebracht haben. Wichtig: Der Angstschrei vergrämt oft auch anderes Rehwild im Umkreis. Er ist das letzte Mittel, kein Standardwerkzeug.
Beide. Der Fiepblatter ahmt das Kitzfiepen nach. Darauf reagieren Ricken oft sogar zuverlässiger als Böcke, weil sie nach einem vermeintlich hilfesuchenden Kitz schauen. Böcke kommen meist, weil sie eine brunftige Ricke in der Nähe vermuten oder aus Neugier auf den ungewohnten Laut reagieren. Wer gezielt auf Bock jagt, sollte beim Auftauchen einer Ricke zunächst ruhig bleiben, denn der Bock ist oft nicht weit.
Nicht sofort nachlegen. Nach einer Sequenz mehrere Minuten warten und den Wind erneut prüfen. Oft steht der Bock bereits gedeckt und beobachtet. Bleibt es ruhig, kann ein zweiter, leiserer Versuch nach fünf bis zehn Minuten folgen. Kommt auch dann nichts, lohnt sich ein Stand- oder Revierwechsel mehr als wiederholtes Blattern am selben Platz. Ein Bock, der einmal nicht reagiert hat, wird durch Wiederholung selten neugieriger.
Oft hört man ihn bevor man ihn sieht: ein kurzes Knacken, ein Rascheln im Unterholz. Böcke, die auf den Blatter kommen, laufen häufig zügig und geradlinig, den Kopf tief. Manche pirschen sich langsam an, stoppen, äugen. Kein Bock, der reagiert, ist gleich. Wichtig: Nicht weiterblattern, wenn der Bock bereits unterwegs ist. Das lässt ihn oft stoppen oder abdrehen.