Bockjagd
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Saison Mai – Juni

Bockjagd.

Leise Bekleidung, sicheres Ansprechen, ruhiger Schuss und sauberes Aufbrechen — Ausrüstung für die Bockjagd.

Die Bockjagd beginnt mit dem ersten Licht im Mai. Die Wiesen stehen noch kurz, der Blick reicht weit, die Böcke zeigen sich regelmäßig an bekannten Wechseln. Wer jetzt sauber anspricht und ruhig vorgeht, hat beste Chancen. Mit zunehmendem Aufwuchs wird die Jagd anspruchsvoller — Standwahl, Wind und Timing entscheiden.

Was bei der Bockjagd zählt

Wind zuerst prüfen

Der Bock riecht den Jäger lange bevor er ihn sieht. Die Windrichtung muss vor jedem Ansatz stimmen — kein Faktor ist entscheidender. Vor dem Aufbruch prüfen, unterwegs immer wieder kontrollieren.

Ansitz oder Pirsch?

Im Mai lohnt sich die Pirsch, solange das Getreide flach steht und die Sicht reicht. Ab Mitte Mai, wenn Raps blüht und Gras hüfthoch steht, ist der Feldrandansitz oft die sicherere Wahl. Pirsch im Wald ist anspruchsvoll — in unübersichtlichem Gelände führt sie oft zu Störungen.

Abglasen vor dem Bewegen

Bevor man sich weiterbewegt, das Gelände systematisch in Sektoren absuchen. Ein Bock steht oft schon im hohen Gras oder am Waldrand. Wer zu früh läuft, stört ihn ungesehen. Idealerweise 30 Minuten vor dem ersten Büchsenlicht auf dem Stand sein.

Wo stehen die Böcke?

Rapsfelder ziehen im Mai viele Böcke an. Südhänge, frisch gemähte Wiesen und Waldlichtungen mit Morgensonne sind weitere verlässliche Einstände. Wer im April Fegestellen kartiert hat, ist im Mai im Vorteil.

Ansprechen im Mai

Gehörn allein reicht nicht zur Altersansprache. Zuverlässiger ist der Körperbau — Rückenlinie, Schulterbreite, Körperlänge. Bastböcke im Mai sind kein Freifahrtschein für einen Jährling.

Nach dem Schuss

Anschuss genau einprägen. Rehwild kann auch bei gutem Treffer noch 50 bis 100 Meter flüchten. Je nach Trefferlage 20 bis 30 Minuten oder länger warten, dann ruhig und systematisch zum Anschuss gehen.

Häufige Fragen zur Bockjagd

In den meisten Bundesländern beginnt die Jagdzeit auf Rehböcke am 1. Mai. Die Hauptsaison für Ansitz und Pirsch sind die ersten vier bis sechs Wochen. Ab Mitte Juni werden Böcke vorsichtiger und zeigen sich seltener auf offenen Flächen.

Das Schichtprinzip funktioniert am besten. Als Basis eine dünne Funktionsunterwäsche, die Schweiß vom Körper wegleitet — auf der Pirsch unverzichtbar. Darüber ein geräuscharmes Hemd oder Loden-Oberteil, bei Bedarf eine dünne Fleeceschicht. Bei Hosen: am Ansitz darf es wärmer sein, auf der Pirsch lieber eine leichte Baumwoll- oder Softshellhose. Lange Unterhosen machen am kühlen Morgen den Unterschied.

Loden ist nahezu lautlos — auch bei Kontakt mit Ästen und Gestrüpp. Das natürliche Lanolin macht ihn wasserabweisend: Bei leichtem Regen perlt Wasser ab, der Stoff kann viel aufnehmen und bleibt dennoch trocken am Körper. Dazu nimmt Wolle kaum Gerüche an — ein echter Vorteil auf der Pirsch. Bei anhaltendem starkem Regen zieht er durch — dann ist Softshell oder Membran die bessere Wahl.

Knöchelhohe Lederstiefel oder Jagdstiefel mit Gore-Tex-Futter sind erste Wahl für die Pirsch im feuchten Morgengras — sie geben Halt und halten die Füße trocken. Gummistiefel sind auf der Pirsch oft weniger geeignet: Sie verursachen schneller Geräusche und die Füße schwitzen stark darin. Wer auf trockenen Feldwegen zum Ansitz läuft, kommt mit einem leichten Wanderstiefel aus.

Auf der Pirsch und beim Bodenansitz kann Tarnung den Unterschied machen — besonders wenn man sich nicht hinter einer festen Kanzel verbergen kann. Gedeckte Farben in Grün oder Oliv reichen oft aus. Wer konsequenter tarnen will, nutzt ein Tarnnetz oder einen Tarnstand: Das Wild reagiert weniger auf eine aufgebrochene Silhouette als auf eine klar menschliche Form. Hände und Gesicht dabei nicht vergessen — die verraten den Jäger oft früher als der Körper.

Bei der Morgenpirsch durch taufeuchtes Gras sehr praktisch — sie halten Hosenbeine trocken ohne das Schuhwerk zu ersetzen. Wer vom Hochsitz aus ansitzt und trockene Wege hat, braucht sie nicht. Einfache Modelle wie die WÄFO Reisegamaschen erfüllen den Zweck ohne Aufwand.

9 bis 12 cm Klingenlänge reichen vollständig aus. Eine Drop-Point-Klinge mit kontrollierter Spitze verhindert das versehentliche Einstechen in Organe. Die Horrido-Linie und die Alljagd-Eigenmesser bringen alles mit was man braucht — gute Stahlqualität, sinnvolle Klingengeometrie, verschiedene Griffmaterialien zu einem fairen Preis. Wer ein schlichtes, leicht zu reinigendes Messer sucht, liegt mit dem Morakniv Companion richtig — Kunststoffgriff, gleichbleibende Qualität, tut zuverlässig was es soll.

So wenig wie möglich. Mit steigenden Temperaturen steigt die Keimbelastung aus dem Verdauungstrakt schnell an — das Stück möglichst zügig aufbrechen, beschatten und kühlen. Die Winterdecke sitzt im Mai noch locker: Den Schnittbereich vor dem Öffnen kurz rupfen hält Haare vom Wildbret fern. Fototermine in der Sonne auf ein Minimum reduzieren.

Gehörn allein reicht nicht — Jährlinge können starke Geweihe schieben, ältere Böcke schwache. Zuverlässiger sind Rückenlinie, Schulterhöhe und Körperlänge: Jährlinge sind hochbeinig, schmalschultrig und kurz im Rumpf. Ältere Böcke hängen im Rücken durch und sind vorne schwerer. Der Merksatz „Jung verfärbt früh und fegt spät" gilt als Anhaltspunkt, nicht als sichere Regel.

Pflicht: gültiger Jagdschein. Für den Ansitz: Fernglas, Sitzkissen oder Ansitzfilz, geräuscharme Bekleidung. Für die Pirsch: festes Schuhwerk, Gamaschen bei feuchtem Gras, Schießstock. Für den Aufbruch: ein scharfes Allroundmesser reicht, wer gezielt aufbrechen will greift zum Dick MagicGrip — die Kugelspitze schützt beim Schneiden die Innereien. Im Mai morgens kühl, mittags warm — das Schichtprinzip bei der Bekleidung zahlt sich aus.

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