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Irisblenden für das Diopter-Visier

Ein unruhiges, unscharfes Zielbild kostet auf die Distanz genauso viele Ringe wie ein zittriger Anschlag. Eine Irisblende setzt genau hier an, ohne dass an der Waffe selbst etwas verändert werden muss.

Funktionsprinzip: wie die Blende einer Kamera

Eine Irisblende wird in das Diopter geschraubt und reguliert über eine verstellbare Öffnung, wie viel Licht ins zielende Auge fällt. Eine kleinere Öffnung schärft Korn und Scheibe gleichermaßen, entlastet das Auge bei langen Wettkämpfen und macht das Zielbild insgesamt ruhiger.

Verstellbereich: weiter Spielraum oder feine Justierung

Modelle mit einem Verstellbereich von 0,5 bis 3,0 mm bieten einen weiten Einstellspielraum für unterschiedliche Lichtverhältnisse. Wer dagegen hauptsächlich im praxisrelevanten Bereich justiert, kommt mit einem engeren Bereich von 0,8 bis 1,8 mm oft feiner und präziser zum passenden Wert.

Farbfilter und Polarisationsfilter

Viele Modelle nehmen zusätzlich austauschbare Farbfilter auf, die den Kontrast zur Zielscheibe je nach Lichtverhältnis verbessern sollen. Ein zusätzlicher Polarisationsfilter reduziert störende Reflexionen bei greller Sonne. Modelle mit beiden Filtern gleichzeitig werden als Kombifilter bezeichnet.

Häufige Fragen zu Irisblenden

Wie finde ich die richtige Öffnung für meine Irisblende?

Ein bewährtes Vorgehen: Die Blende zunächst ganz zudrehen, dann während des Zielvorgangs langsam öffnen, bis das schärfste, ruhigste Zielbild erreicht ist. Diesen Wert auf der Skala merken, den Vorgang ein zweites Mal wiederholen und aus beiden Werten den Mittelwert bilden. Das ergibt einen guten Ausgangspunkt für die eigene Einstellung.

Brauche ich wirklich einen Farbfilter, oder reicht die Irisblende allein?

Darüber sind sich selbst erfahrene Schützen nicht einig. Für die Halle reicht eine Irisblende häufig völlig aus, ein Farbfilter kann aber bei wechselnden Lichtverhältnissen zusätzlich Kontrast und Schärfe verbessern. Am zuverlässigsten lässt sich das durch Ausprobieren mehrerer Filterfarben direkt am eigenen Diopter herausfinden, was für die eigenen Augen am ruhigsten wirkt.

Darf ich eine Irisblende mit Diopter-Optik im Wettkampf verwenden?

Das hängt von der jeweiligen Sportordnung und Disziplin ab. Nach der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes ist die gleichzeitige Verwendung einer vergrößernden Diopter-Optik zusammen mit einem Adlerauge am Korn nicht erlaubt, beide Hilfsmittel gelten als sich ausschließende Alternativen. Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick in die für die eigene Disziplin geltende Sportordnung.

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