Entfernungsmesser für Jäger – Laser & LRF-Fernglas | Alljagd
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Entfernungsmesser – präzise Distanz vor dem Schuss

Wer die Entfernung zum Wild kennt, schießt sicherer. Gerade auf unbekanntem Gelände, an Waldrändern oder in Gebirgsrevieren wird die Distanz regelmäßig falsch eingeschätzt. Das Sortiment umfasst kompakte Laser-Handgeräte sowie Ferngläser mit integriertem Entfernungsmesser.

Klassische Laser-Entfernungsmesser

Kompakte Laser-Entfernungsmesser messen per Knopfdruck die Distanz zum angepeilten Objekt. Ein Laserimpuls wird ausgesendet, reflektiert und die Laufzeit zur Distanzberechnung genutzt. Die Anzeige erscheint im Okular. Leicht, günstig und immer griffbereit in der Jackentasche. Modelle mit Neigungsmessung berechnen automatisch die ballistische Distanz bei Schüssen bergauf oder bergab.

Ferngläser mit integriertem LRF

Ein Fernglas mit integriertem Laser-Rangefinder (LRF) vereint Ansprechen und Entfernungsmessen in einem Handgriff. Während man durch das Glas beobachtet, gibt ein Knopfdruck die Distanz direkt im Sichtfeld aus. Hochwertige Modelle bieten zusätzlich ballistische Kompensation: Das Gerät errechnet aus Entfernung, Neigungswinkel und hinterlegtem Munitionsprofil den korrigierten Haltepunkt. Manche Modelle übermitteln die Messung per Bluetooth an eine App oder direkt an eine kompatible Schnellwechselmontage.

Häufige Fragen zu Entfernungsmessern

Wann brauche ich als Jäger überhaupt einen Entfernungsmesser?

Überall dort wo Entfernungen schwer einzuschätzen sind und ein waidgerechter Schuss gefragt ist. Im Wald auf kurze, überschaubare Distanzen ist er nicht zwingend notwendig. Auf offenen Flächen, in Gebirgsrevieren, beim Ansitz auf weitläufigen Feldern oder bei unbekanntem Gelände unterschätzen Jäger Distanzen regelmäßig um 20 bis 30 Prozent. Wer die genaue Entfernung kennt, trifft präziser und handelt waidgerechter.

Hat ein separater Entfernungsmesser Nachteile gegenüber einem LRF-Fernglas?

Der entscheidende Nachteil: Man hält zwei Geräte in der Hand. In der Praxis bedeutet das – Fernglas abnehmen, Entfernungsmesser herausziehen, messen, zurücklegen, Fernglas wieder anlegen. Das kostet in der entscheidenden Sekunde Zeit und kann das Stück vergrämen. Ein Fernglas mit integriertem LRF spart diesen Wechsel komplett. Der Aufpreis ist erheblich, zahlt sich aber aus wenn Entfernungsmessen regelmäßig Bestandteil der Jagd ist. Wer selten misst oder das Budget schonen möchte, ist mit einem separaten Gerät gut bedient.

Was ist ballistische Kompensation – und brauche ich sie?

Ein Schuss bergauf oder bergab trifft nicht an der gemessenen Horizontalentfernung sondern kürzer – weil die Schwerkraft nur auf die horizontale Komponente der Flugbahn wirkt. Ein Entfernungsmesser mit Neigungsmessung erkennt den Winkel und errechnet die korrigierte ballistische Distanz. Das ist besonders relevant bei starkem Gelände – etwa beim Schuss vom Hochstand auf nahe Schwarzwild oder bei der Gebirgsjagd. Für die meisten Flachlandreviere bei moderaten Distanzen ist die Neigungskorrektur weniger entscheidend.

Was bedeutet der Messbereich – z.B. 2800m?

Der angegebene Messbereich ist die theoretische Maximalreichweite unter optimalen Bedingungen – heller Tag, reflektierendes Ziel, klare Luft. In der jagdlichen Praxis auf Wildkörper liegt die zuverlässige Messreichweite deutlich darunter, oft bei 600 bis 1.200 Metern je nach Gerät und Bedingungen. Ein Messbereich von 1.500 bis 2.000 Metern reicht für nahezu alle jagdlichen Situationen in Mitteleuropa aus. Werte über 2.500 Meter sind für Gebirgs- und Steppenjagden auf sehr weite Distanzen relevant.

Funktioniert ein Entfernungsmesser auch bei Regen, Nebel und Schnee?

Eingeschränkt. Bei leichtem Regen und Nieselwetter kommen wasserdichte Modelle problemlos zurecht. Bei starkem Nebel, dichtem Schneefall oder Dunst reduziert sich die zuverlässige Messreichweite erheblich – teils auf einen Bruchteil der Maximalreichweite. In extremem Nebel kann man mit dem Auge oft weiter sehen als der Laser messen kann. Wer häufig bei schlechten Bedingungen jagt, sollte auf ein Modell mit hoher Nennreichweite achten – ein Gerät das bei guten Bedingungen 2.000 Meter schafft, kommt bei Dunst noch auf die jagdlich nötigen 300 bis 400 Meter.

Wie wichtig ist eine beleuchtete Anzeige?

Sehr wichtig – besonders für den Dämmerungsansitz. Wer in der Morgen- oder Abenddämmerung jagt, braucht eine Anzeige die bei schlechtem Licht noch ablesbar ist. Modelle ohne Beleuchtung sind in der Dämmerung kaum zu nutzen. OLED-Displays sind besonders kontrastreich und auch bei widrigen Bedingungen gut ablesbar. Manche Modelle passen die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Wer ausschließlich bei guten Lichtverhältnissen jagt, kann darauf verzichten – für alle anderen ist eine beleuchtete Anzeige ein wichtiges Kaufkriterium.

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