Jagdhosen für jede Jahreszeit & Jagdart | Alljagd
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Jagdhosen – für jede Jahreszeit und Jagdart

Die Jagdhose ist nach der Jacke der zweite entscheidende Kaufposten. Sie muss Schutz bieten, Bewegung ermöglichen und zur Jagdart passen – im Sommer andere Anforderungen als im Winter, auf der Pirsch andere als auf dem Ansitz.

Material nach Einsatz und Jahreszeit

Loden ist ein dichter Wollstoff – nahezu geräuschlos, von Natur aus wasserabweisend und robust gegenüber Dornen und Gestrüpp. Er eignet sich für Pirsch, Ansitz und Reviergang gleichermaßen. Bei anhaltendem starkem Regen stößt er an seine Grenzen.

Softshell ist atmungsaktiv, leicht wasserabweisend und sehr beweglich – gut für aktive Reviergänge und die Übergangszeit. Bei starkem Regen reicht die Wasserabweisung nicht aus.

Membranhosen sind vollständig wasserdicht mit versiegelten Nähten – besonders an Knie und Schritt, wo bei normalen Hosen zuerst Wasser eindringt. Die richtige Wahl bei anhaltendem Regen oder nassen Drückjagden im Herbst. Weniger atmungsaktiv als Softshell, bei manchen Modellen etwas steifer.

Für den Winteransitz kommen gefütterte Modelle mit Fleece oder Primaloft dazu – Wärme ist hier wichtiger als Beweglichkeit. Im Sommer eignen sich leichte Baumwollmischungen oder Hosen mit integrierten Belüftungszonen. Wer häufig zwischen Jagdarten wechselt, greift zu wandelbaren Zip-off-Modellen.

Schnitt, Details und Passform

Eine gute Jagdhose sitzt hoch im Bund – das schützt den Rücken beim Bücken und Klettern. Verstärkte Knie- und Gesäßpartien verlängern die Lebensdauer bei intensivem Geländekontakt. Praktische Taschen mit Verschluss halten Messer, Fernglas und Kleinteile sicher. Wer bei Gesellschaftsjagden viel läuft, schätzt Belüftungsreißverschlüsse an den Oberschenkeln. Neben klassischen Jagdhosen führt das Sortiment auch Beinlinge – separate Hosenbeine die schnell über die normale Hose gezogen werden und vor Nässe, Kälte und Dornen schützen. Besonders auf dem Weg zum Ansitz durch hohes Gras, bei Treib- und Drückjagden oder auf der Nachsuche sind sie eine praktische Ergänzung.

Häufige Fragen zu Jagdhosen

Für die Pirsch: leise Materialien, gute Beweglichkeit – Loden oder Softshell. Für den Winteransitz: gefütterte Hose mit hohem Bund und Nierenwärmer, Wärme wichtiger als Beweglichkeit. Für die Drückjagd: robust, wetterfest, ausreichend Bewegungsfreiheit. Im Sommer bei Bewegungsjagden ist eine lange, leichte Hose oft sinnvoller als kurze – sie schützt vor Dornen, Gestrüpp und Zecken besser als jedes Spray.

Die Kniebundhose ist traditionelle Jagdbekleidung – kombiniert mit Beinlingen und Stutzen ein klassisches Jagdoutfit. Sie sitzt eng und geräuscharm und ist besonders auf Ansitz und Pirsch beliebt. Die lange Jagdhose bietet mehr Schutz bei Revierarbeit, Nachsuche und nassen Bedingungen und ist im modernen Jagdbetrieb die häufigere Wahl. Beide haben ihre Berechtigung – viele Jäger haben beides im Schrank.

Beinlinge sind separate Hosenbeine ohne Bund, die schnell über die normale Hose gezogen werden. Sie schützen vor Tau, Nässe, Kälte und Dornen – besonders auf dem Weg zum Ansitz durch hohes Gras, bei Treib- und Drückjagden und auf der Nachsuche. Ihr Vorteil: Sie lassen sich bei unbeständigem Wetter schnell an- und wieder ausziehen ohne die ganze Hose wechseln zu müssen.

Eine Keilerschutzhose ist eine Schutzhose für die Nachsuche auf angeschossene Sauen. Ein verletztes Wildschwein ist unberechenbar und kann gefährlich werden – die Keilerschutzhose schützt mit reißfestem Material wie Cordura oder Kevlar die Beine vor Hauern. Viele Modelle sind zusätzlich wasserdicht und in Signalfarben gehalten. Für Jäger die regelmäßig Schwarzwild nachsuchen, ist sie eine sinnvolle Investition.

Eingeschränkt – aber besser als nichts. Eine lange Hose mit eng schließendem Beinabschluss verhindert das direkte Einwandern von Zecken unter die Kleidung. Bestimmte Modelle sind zusätzlich mit Insektenschutz-Ausrüstung behandelt. Das hält Zecken auf Abstand, ersetzt aber nicht die Nachkontrolle nach dem Reviereinsatz.

Bundweite und Innenbeinlänge sind die entscheidenden Maße. Den Bund messen Sie etwa fünf Zentimeter unterhalb des Bauchnabels. Bei Hosen die als Außenlage über wärmender Unterwäsche getragen werden, lieber eine Nummer größer wählen. Die Größentabelle hilft bei der Orientierung nach Körpermaßen.

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