Zielfernrohre für Jäger – Drückjagd, Ansitz & Pirsch | Alljagd
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Zielfernrohre für die Jagd

Welches Glas passt, hängt vor allem von der Jagdart ab. Die drei Kaufentscheider sind Vergrößerungsbereich, Objektivdurchmesser und Absehen. Was diese im jagdlichen Einsatz konkret bedeuten, steht in den Fragen weiter unten.

Drückjagd, Ansitz oder Pirsch?

Jede Jagdart stellt andere Anforderungen an die Optik. Für die Drückjagd zählen niedriger Einstieg und großes Sehfeld. Am Dämmerungsansitz entscheidet der Objektivdurchmesser. Auf der Pirsch bei Tageslicht ist Gewicht oft wichtiger als Lichtstärke. Ein Allrounder ist möglich – aber selten die schärfste Wahl für eine konkrete Situation.

Sortiment

Das Sortiment reicht vom soliden Einsteigerglas bis zur Premiumoptik namhafter europäischer Hersteller. Montagen und Nachtsicht- und Wärmebildgeräte sind in separaten Kategorien gelistet.

Häufige Fragen zu Zielfernrohren

Für die Drückjagd gilt: Anfangsvergrößerung von 1x oder weniger, damit das flüchtige Stück nicht aus dem Bild läuft. Der Schuss mit beiden Augen offen bleibt so möglich. Für Ansitz und Pirsch bei Tageslicht reicht ein 3–12x-Glas für die meisten Reviere. Wer regelmäßig auf größere Distanzen schießt, greift zu 2,5–16x aufwärts.

Die erste Zahl ist die minimale, die zweite die maximale Vergrößerung – 2,5–10x bedeutet also 2,5- bis 10-fache Vergrößerung. Die Zahl nach dem x ist der Objektivdurchmesser in Millimetern: hier 50 mm. Ein größeres Objektiv lässt mehr Licht durch, was besonders bei Dämmerung relevant ist, erhöht aber auch Gewicht und Bautiefe.

Im deutschen Jagdbetrieb hat sich das Absehen 4 mit dimmbar zuschaltbarem Leuchtpunkt durchgesetzt. Es deckt den Wildkörper wenig ab und bleibt bei Dämmerung klar erkennbar. Das Absehen liegt bei jagdlichen Zielfernrohren in der Regel in der 2. Bildebene – der Leuchtpunkt bleibt dadurch bei allen Vergrößerungsstufen gleich groß.

Bei Absehen in der 1. Bildebene wächst das Fadenkreuz mit der Vergrößerung mit – Haltemarken bleiben auf jeder Stufe maßstabsgetreu. Bei der 2. Bildebene bleibt das Absehen immer gleich groß, unabhängig von der Vergrößerung. Für die meisten Jagdsituationen in Deutschland ist die 2. Bildebene die richtige Wahl.

Der jagdliche Standard: 4 cm Hochschuss auf 100 m. Damit trifft man auf typischen Schussdistanzen bis knapp 200 m ohne Korrektur. Auf einer stabilen Auflage beginnen, schrittweise von kurz auf weit arbeiten. Ein schussfestes Glas hält diese Einstellung auch nach rauem Transport – die Verstelltürme fasst man im Jagdbetrieb danach nicht mehr an.

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