Hundetraining für Jagdhunde: Dummy & Apportierbock
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Hundetraining für Apportieren, Kommandos und Fährtenarbeit

Ein Jagdhund lernt nicht nebenbei. Verlässliches Verhalten entsteht durch Wiederholung, klare Signale und passendes Trainingsgerät. Ob beim Aufbau des Apportierens, bei der Kommandogebung auf Distanz oder bei der Vorbereitung auf die Schweißarbeit: Die richtige Ausrüstung strukturiert das Training und macht Fortschritte nachvollziehbar.

Dummies für den Aufbau des Apportierens

Felldummies mit echtem Fell wecken den Jagdinstinkt und gewöhnen den Hund früh daran, später auch echtes Wild aufzunehmen. Canvas-Dummies sind robust, pflegeleicht und eignen sich für den täglichen Trainingseinsatz, ohne dass Wildkontakt im Vordergrund steht. Bumper-Dummies aus Schaumstoff schwimmen zuverlässig und sind daher die erste Wahl für die Wasserarbeit. Formdummies in Fasan- oder Entenform gewöhnen den Hund zusätzlich an die Silhouette und das Baumeln von Federwild beim Apportieren.

Apportierbock und Apportierholz für den korrekten Griff

Am Apportierbock lernt der Hund, sauber mittig zu greifen, ruhig zu tragen und zuverlässig abzugeben, ohne dabei durch Fell- oder Wildreiz abgelenkt zu werden. Das Apportierholz ergänzt das Training um eine einfache, leichte Übungsform für die ersten Schritte oder zur Auffrischung.

Hundepfeifen für Kommandos auf Distanz

Eine Hundepfeife überträgt anders als die menschliche Stimme keine Emotionen und erzeugt bei richtiger Anwendung immer denselben Ton, das erleichtert dem Hund die eindeutige Zuordnung zum Kommando. Klassische Pfeifen sind für Mensch und Hund hörbar, der Trillerpfiff wird häufig als Abbruchsignal genutzt. Hochfrequenzpfeifen, oft als "lautlos" bezeichnet, arbeiten am oberen Rand des für Menschen hörbaren Bereichs, in Deutschland sind Frequenzen bis maximal 12.000 Hz erhältlich. Für ein gesundes menschliches Ohr bleibt davon meist noch ein leises Zischen wahrnehmbar, umstehende Personen werden dadurch aber kaum gestört. Wichtig für den Trainingserfolg: die einmal gewählte Frequenz und das Rufsignal nicht mehr wechseln.

Fährten-Schweißkonzentrat für die Nachsuchen-Vorbereitung

Mit Fährten-Schweißkonzentrat lässt sich eine künstliche Schweißfährte durch Tupfen oder Spritzen anlegen, ohne dass echtes Wildblut nötig ist. Die Fährte bleibt je nach Witterung mehrere Stunden verfolgbar und bereitet junge Hunde gezielt auf die spätere Arbeit an der echten Wundfährte vor. Viele Ausbilder kombinieren das Training zusätzlich mit einer Schleppe aus echten Wildteilen, um den Hund parallel an den natürlichen Wildgeruch zu gewöhnen.

Häufige Fragen zum Hundetraining

Fell-, Canvas- oder Bumper-Dummy: welcher passt zu welchem Trainingsziel?

Für den Einstieg und das tägliche Training eignet sich ein robuster Canvas-Dummy. Soll der Hund gezielt an echtes Wild gewöhnt werden, weckt ein Felldummy den Jagdinstinkt deutlich stärker. Für die Wasserarbeit ist der schwimmfähige Bumper-Dummy die praktischere Wahl, da er zuverlässig an der Oberfläche bleibt.

Warum sollte ich die Frequenz meiner Hundepfeife nie wechseln?

Der Hund lernt, ein bestimmtes Kommando mit einer bestimmten Tonhöhe zu verknüpfen. Wechselt die Frequenz, etwa durch eine andere Pfeife oder ein verstelltes Modell, muss der Hund die Verknüpfung neu lernen. Bei Verlust der Pfeife empfiehlt sich deshalb ein baugleiches Modell mit exakt derselben Frequenz.

Ist eine "lautlose" Hundepfeife wirklich unhörbar?

Nicht vollständig. In Deutschland dürfen Hundepfeifen mit einer Frequenz von maximal 12.000 Hz verkauft werden, das liegt noch im Bereich des menschlichen Gehörs. Wahrnehmbar bleibt meist ein leises Zischen statt eines klaren Pfeiftons, umstehende Personen werden dadurch in der Praxis kaum gestört.

Wie lange bleibt eine künstlich gelegte Schweißfährte verfolgbar?

Je nach Witterung und Konzentrat bleibt eine getupfte oder gespritzte Fährte meist mehrere Stunden verfolgbar. Für den Trainingsaufbau wird die Stehzeit zwischen Anlegen der Fährte und dem Ansetzen des Hundes schrittweise verlängert, um den Schwierigkeitsgrad langsam zu steigern.

Ab wann sollte ein Junghund mit dem Apportiertraining beginnen?

Erste spielerische Übungen mit leichten, weichen Dummies sind bereits im Welpenalter möglich. Der systematische Aufbau am Apportierbock mit korrektem Griff und sauberer Abgabe folgt in der Regel etwas später, sobald der Junghund grundlegende Kommandos sicher beherrscht.

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