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Wärme-Artikel für den Ansitz

Nach der zweiten Stunde im Hochsitz bei Frost wird Kälte von einer Nebensache zur Ablenkung, die die Konzentration auf das Wesentliche kostet. Drei unterschiedliche Techniken schaffen hier Abhilfe, je nach Einsatzdauer und Vorliebe.

Chemische Einweg-Wärmer

Thermopads und ähnliche Wärmer erzeugen ihre Wärme durch die Oxidation von Eisenpulver, sobald die Verpackung geöffnet wird und Luft an das Pulver gelangt. Sie erreichen Temperaturen bis etwa 70°C, lassen sich aber nicht mehr regulieren oder ausschalten, einmal aktiviert, halten sie bis zum Abklingen der Reaktion durch.

Elektrische, wiederaufladbare Handwärmer

Elektrische Handwärmer heizen schnell auf und lassen sich meist in mehreren Stufen regulieren, praktisch, wenn die Wärme nicht durchgehend auf höchster Stufe benötigt wird. Wichtig ist dabei vor allem, den Ladestand vorab auf die geplante Einsatzdauer abzustimmen – ein kurzer Ansitz braucht weniger Reserve als ein ganzer Tag im Revier. Da sie wiederaufladbar sind, entsteht dabei kein Verpackungs- oder Chemieabfall, das macht sie über die Zeit auch nachhaltiger als Einweg-Wärmer.

Teelichtofen: wohlige Wärme für die Kanzel

Unter Jägern hat der Teelichtofen eine lange Tradition und wird von vielen als wohlige, gleichmäßige Wärmequelle für längere Ansitze geschätzt, kombiniert mit einer Decke oder einem Ansitzsack hält er auch bei deutlichem Frost gut warm. Wie bei jeder offenen Flamme sollte für ausreichend Frischluft in der Kanzel gesorgt sein.

Häufige Fragen zu Wärme-Artikeln

Chemischer Wärmer oder elektrischer Handwärmer: was passt zu einem langen Ansitz?

Ein chemischer Wärmer nimmt kaum Platz weg, lässt sich einfach als Reserve in der Jackentasche mitführen und funktioniert zuverlässig, sobald er geöffnet wird, ganz ohne vorherige Planung. Ein elektrischer Handwärmer punktet dagegen mit regelbarer Wärme und schnellem Aufheizen, braucht dafür aber einen vorab geladenen Akku.

Wie lade ich meinen elektrischen Handwärmer unterwegs nach, wenn der Akku leer wird?

Da der Akku fest verbaut ist, lässt er sich nicht austauschen, wohl aber über eine mitgeführte Powerbank direkt im Feld nachladen, meist per USB-Kabel. So bleibt der Handwärmer auch bei einem ganzen Tag im Revier einsatzbereit, ohne dass ein komplett neues Gerät nötig wäre.

Wie stark sinkt die Akkulaufzeit eines elektrischen Handwärmers bei Kälte?

Lithium-Akkus verlieren bei Frost spürbar an Kapazität, üblich sind 20 bis 30 Prozent weniger Leistung, bei starkem Frost um -20°C kann der Verlust deutlich höher ausfallen. Wer einen ganzen Tag im Revier plant, sollte deshalb eher zu einem Modell mit höherer Akkukapazität greifen oder eine zusätzliche, vollständig geladene Powerbank mitführen.

Worauf sollte ich beim Teelichtofen in der Kanzel achten?

Wie bei jeder offenen Flamme sorgt ein wenig Frischluft, etwa durch ein leicht geöffnetes Fenster oder eine kleine Lüftungsöffnung, für ausreichenden Luftaustausch. Kombiniert mit einer Decke oder einem Ansitzsack über den Beinen wärmt der Ofen dabei zuverlässig, ohne dass die komplette Kanzel abgedichtet werden muss.

Wie lange hält ein chemischer Einweg-Wärmer durch?

Die meisten Handwärmer, Sohlen- und Nackenwärmer liegen unabhängig von ihrer Größe im Bereich von 7 bis 12 Stunden, das hängt eher vom Hersteller und der genauen Füllmischung ab als von der Größe des Pads. Nach dem Öffnen läuft die Reaktion durchgehend weiter, ein Zwischenstopp oder erneutes Aktivieren ist nicht möglich.

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