Luftdruck, Schreckschuss & Kurzwaffen | Alljagd
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Sportwaffen: Luftdruck, Schreckschuss und mehr

Sportwaffen decken ein breites Feld ab: das ruhige Training auf der Scheibe, das schnelle Reagieren beim Kurzwaffenschießen, den unkomplizierten Einstieg mit dem Luftgewehr oder die griffbereite Waffe für den Ernstfall. Das Sortiment richtet sich an Schützen, die regelmäßig auf dem Stand trainieren, ebenso wie an alle, die sich zum ersten Mal mit dem Thema befassen.

Luftdruckwaffen

Luftdruckwaffen arbeiten ohne Treibladungspulver und eignen sich mit ihrer geringen Mündungsenergie besonders für den Einstieg. Sie sind leise, munitionsseitig günstig im Training und verzeihen Anfangsfehler eher als scharfe Waffen. Viele Schützenvereine bauen ihre Nachwuchsförderung auf Luftgewehr- und Luftpistolendisziplinen auf, bei denen ruhiger Anschlag und eine saubere Abzugstechnik im Vordergrund stehen.

Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen

Schreckschusswaffen verschießen keine Geschosse, sondern erzeugen Knall und Mündungsfeuer. Sie kommen bei der Abwehr von Bedrohungen, im Rahmen von Theateraufführungen oder zur Vogelabwehr in der Landwirtschaft zum Einsatz. Reizstoffwaffen setzen zusätzlich einen Wirkstoff frei, Signalwaffen dienen der optischen oder akustischen Verständigung, etwa auf See oder im Gelände.

Kurzwaffen und halbautomatische Sportwaffen

Kurzwaffen wie Pistolen und Revolver sind fester Bestandteil des sportlichen Schießens in vielen Disziplinen, von der Präzisionsscheibe bis zum dynamischen Schießen. Halbautomatische Langwaffen im Sportbereich werden vor allem für spezielle Schießdisziplinen und das Training auf größere Distanzen eingesetzt. Beide Kategorien unterliegen strengeren rechtlichen Vorgaben als die frei erhältlichen Waffenarten, Details dazu in den Fragen weiter unten.

Häufige Fragen zu Sportwaffen

Welches Kaliber eignet sich für den Einstieg?

Für die meisten Reviere in Deutschland ist ein Universalkaliber die sinnvollste Wahl. .308 Winchester und .30-06 Springfield sind bewährt, weit verbreitet und in jeder Munitionsqualität erhältlich, das erleichtert das Üben auf dem Schießstand. Wer hauptsächlich Rehwild jagt und keine Sauen erwartet, kommt auch mit einem schonenderen Kaliber wie 7x57 oder 6,5 Creedmoor aus. Das Kaliber sollte zur Jagdart und zum Revier passen, nicht zur Meinung anderer.

Repetierer, Kipplauf oder Halbautomat: was ist die richtige Wahl?

Der Repetierer ist die häufigste Wahl: flexibel, verlässlich und in vielen Kalibern erhältlich. Er erlaubt einen schnellen Folgeschuss und ist für Drückjagd, Ansitz und Pirsch gleichermaßen geeignet. Kipplaufwaffen sind präzise und sicher, aber auf einen oder zwei Schüsse begrenzt. Halbautomaten bieten schnelle Folgeschüsse, unterliegen aber strengeren Auflagen und sind nicht in jedem Bundesland für alle Jagdarten zugelassen. Für den Einstieg ist ein Repetierer in der Regel die richtige Entscheidung.

Wofür brauche ich eine Flinte, und welche ist die richtige?

Die Flinte ist für Niederwild, Flugwild und Drückjagd mit Schrot das richtige Werkzeug. Neue Flinten kommen heute fast ausschließlich im Kaliber 12/76 mit Stahlschrotbeschuss, eine sinnvolle Grundlage, da bleifreie Schrotmunition an immer mehr Orten Pflicht wird. Bockdoppelflinten sind jagdlicher Standard, Halbautomatflinten bieten mehr Schüsse. Wichtiger als das Modell ist, dass die Waffe zum Schützen passt. Schaftlänge und Anschlag sollten vor dem Kauf beim Büchsenmacher geprüft werden.

Wie finde ich heraus, ob mir eine Waffe im Anschlag liegt?

Die Waffe zunächst ungeladen mehrfach in Anschlag bringen: Liegt der Schaft ruhig in der Schulter, findet das Auge das Zielfernrohr sofort ohne Kopfverdrehen, lässt sich der Abzug ohne Verkrampfung erreichen. Wer kann, sollte das auch stehend und auf der Kanzel sitzend probieren, denn die jagdlichen Anschlagsarten unterscheiden sich deutlich. Ein guter Büchsenmacher lässt Interessenten diese Proben in Ruhe durchführen und rät notfalls auch von einem Kauf ab, wenn die Waffe nicht passt. Schaftlänge und Schaftrücken lassen sich bei vielen Modellen nachträglich anpassen.

Lohnt sich der Kauf einer gebrauchten Jagdwaffe?

Ja, gebrauchte Jagdwaffen sind im jagdlichen Umfeld üblich und oft eine wirtschaftliche Alternative, besonders für den Einstieg. Lauf und Verschluss sollten vor dem Kauf auf Zustand und Abnutzung geprüft werden, das gehört zur fachkundigen Beratung beim Waffenhändler dazu. Eine gebrauchte Büchse in solidem Zustand lässt oft mehr Budget für eine hochwertige Optik, die für Treffsicherheit und Wildbeobachtung wichtiger ist als das Fabrikat der Waffe selbst.

Kann ich Jagdwaffen online kaufen und liefern lassen?

Nein. Jagdwaffen unterliegen dem Waffengesetz. Erwerb und Übergabe müssen über einen zugelassenen Waffenhändler erfolgen. Beim Alljagd-Fachhändler vor Ort lässt sich die Waffe in Ruhe in Anschlag nehmen, der Sitz prüfen und Optik direkt einbauen und einschießen.

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