Fallen für die Fangjagd im Revier | Alljagd
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Fallen für die Fangjagd im Revier

Die Fallenjagd ist ein wirksames Mittel der Revierarbeit, besonders bei nachtaktivem Raubwild, das mit der Büchse allein kaum zu erreichen ist. Sie unterliegt dafür klaren gesetzlichen Vorgaben zu Fallentyp, Kontrolle und Sachkunde.

Lebendfang und Totfang

Erlaubt sind in Deutschland ausschließlich Fallen, die ein Tier entweder unversehrt lebend fangen, etwa Draht- oder Kastenfallen, oder es durch Zugauslösung sofort und zuverlässig töten, wie das Eiabzugeisen. Welche Regelung im Detail für die Auslösung gilt und warum, steht in den Fragen weiter unten.

Fangbunker für gezielten Einsatz

Ein Fangbunker aus Beton oder Holz hat eine schmale, oft seitlich versetzte Eingangsöffnung, durch die nur die gewünschte Zielart wie Marder oder Fuchs zum Köder gelangt. Größere Tiere wie Hunde erreichen den Köder und damit den Auslösemechanismus gar nicht erst. Das schützt nicht jagbare Arten und Haustiere vor versehentlichem Fang und erhöht gleichzeitig die Sicherheit für Menschen im Umgang mit der gespannten Falle.

Häufige Fragen zur Fallenjagd

Reicht mein Jagdschein für den Einsatz von Fallen aus?

In den meisten Bundesländern nicht ganz. Zusätzlich zum Jagdschein ist ein gesonderter Fallenlehrgang beziehungsweise Sachkundenachweis vorgeschrieben, der die sachgerechte Handhabung und die rechtlichen Grundlagen der Fallenjagd vermittelt. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Bundesland, eine Nachfrage bei der zuständigen Jagdbehörde oder dem Landesjagdverband schafft Klarheit.

Wie oft muss ich eine aufgestellte Falle kontrollieren?

Lebendfallen müssen mindestens einmal täglich kontrolliert werden, das schreibt das Tierschutzgesetz ausdrücklich vor. Ein gefangenes Tier darf nicht länger als unbedingt nötig in der Falle verbleiben, regelmäßige, verlässliche Kontrollgänge sind deshalb keine Kür, sondern Pflicht.

Warum ist die Auslösung durch Zug statt durch Druck so wichtig?

Eine zugauslösende Falle wie das Eiabzugeisen sorgt dafür, dass das Tier mit dem Vorderkörper in den tötenden Mechanismus gerät, was einen schnellen, zuverlässigen Tod wahrscheinlicher macht. Druckauslösende Fallen wie das verbotene Tellereisen fangen dagegen am Bein, verursachen erhebliche Schmerzen und töten nicht zuverlässig, genau deshalb sind sie untersagt.

Wie spanne und entspanne ich ein Eiabzugeisen sicher?

Nie mit bloßen Händen. Die Unfallverhütungsvorschrift Jagd empfiehlt ausdrücklich, dafür ein geeignetes Hilfsmittel wie einen Spannhebel zu nutzen. Die Bügel eines Fangeisens schließen mit erheblicher Kraft, ein Finger oder Daumen zwischen den Bügeln kann dabei ernsthaft verletzt werden.

Wie oft sollte ich meine Fallen mit Fallenöl pflegen?

Nach jedem Einsatz bei Nässe oder Kontakt mit Feuchtigkeit lohnt sich eine kurze Kontrolle und bei Bedarf ein dünner Ölfilm auf den beweglichen Teilen. Wird die Falle über längere Zeit nicht genutzt, etwa außerhalb der Fangzeit, verhindert eine gründliche Ölung vor der Einlagerung Rostbildung und erhält die zuverlässige Auslösefunktion.

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